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Philosophie und Wude:

Der Begriff der Kampfkunsttugend  "Wude" setzt sich zusammen aus "Wushu" und "Daode". Wushu ist der Oberbegriff aller chinesischen Kampfkünste, Daode kann mit Tugendhaftigkeit übersetzt werden. Wude steht demnach für die Kampfkunsttugend und beinhaltet Elemente aus dem Konfuzianismus, dem Daoismus und dem Buddhismus.

 

Die 6 Tugenden des Wude umfassen:

  • Ren = die Mitmenschlichkeit, gegenseitige Liebe
  • Yi = die Rechtschaffenheit, Gerechtigkeit, urteilen mit dem Herzen,Gutmütigkeit
  • Li = Respekt, Umgangsformen, Höflichkeit
  • Zhi = Wissen, Verstand, Bildung und Weiterbildung
  • Xin = Vertrauen, Ehrlichkeit und Offenheit, an etwas glauben, Versprechen halten
  • Yong = Mut, Tapferkeit

 

Natürlich werden weder Religionen noch Philosophien gepredigt oder gar Konvertierungen verlangt, hierbei geht es vielmehr um vernuftbegabte Regeln menschlichen Zusammenlebens, welche ein freies, friedvolles und gesundes Leben ermöglichen; dies ist letztlich eines der Kerninteressen aller Kampfkünstler und wohl aller Menschen.

 

Diese Tugenden sollen Wegbegleiter eines jeden Wushu-Kampfkünstlers sein; hierbei wird schon deutlich, daß weit mehr als bloßes sportlich orientiertes Training nötig ist: Der Kampfkünstler sollte wie im Training an den  rein sportlichen Übungen stets auch an seinen menschlichen Qualitäten feilen und seine Unzulänglichkeiten ausmerzen.      Und so wie der Übende die Essenz eines Stils in den Übungen und Formen auszudrücken lernt, so sollte er auch sein wahres Wesen als Mensch im täglichen Leben aufrichtig zu Ausdruck bringen lernen. Die harte Arbeit im regelmäßigen Training ist als eine Analogie für die harte Arbeit an sich selbst zu sehen.

© 2019  by Muck

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Das chinesische Tierkreis-zeichen ist eine Entsprech- ung zu unserem westlichen Horoskop und tief mit der chinesischen Philosophie verwurzelt